Ayurvedische DemenzPrävention

Es gibt in unserem Organismus sehr viele Zusammenhänge und es macht Sinn, sich frühzeitig mit den kleinen Veränderungen des Wohlbefindens zu beschäftigen.

Die Ayurvedamedizin kann diese diagnostisch einordnen und versucht hier bereits im Frühstadium Balance herzustellen. Ihre große Stärke liegt nämlich in der Gesundheitsprävention.

Gerade las ich im Deutschen Ärzteblatt(1), dass eine kürzlich im anerkannten Journal Lancet Psychiatry veröffentlichte Studie(2)  herausfand, dass Menschen häufiger an Demenz erkranken, wenn sie in der Mitte ihres Lebens an bestimmten depressiven Symptomen leiden.

Durch eine Recherche von Gesundheitsdaten fiel einem Forscher*innenteam am University College London auf, dass bei 10,1% der Teilnehmenden, die folgende 6 Symptomen aufwiesen nach durchschnittlich 22,6 Jahren eine Demenz diagnostiziert wurde:

  1. Verlust des Selbstvertrauens

  2. Unfähigkeit, sich Problemen zu stellen

  3. Kein Gefühl von Wärme und Zuneigung für andere

  4. Ständig nervös und angespannt

  5. Unzufrieden mit der Art und Weise, wie Aufgaben erledigt werden

  6. Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren

Diese Symptome scheinen auf frühe physiologische Veränderungen im Gehirn zurückzugehen, die sich dann durch kognitive und psychische Probleme zeigen. Schuld daran sind Eiweißablagerungen (Amyloid-β-Plaques und Tau-Fibrillen) im Gehirn, die sich schon Jahrzehnte vor einer Demenzdiagnose im Gehirn diagnostizieren lassen.

Kann ich aktiv einer Demenz vorbeugen?

Laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Lancet Commission(3) wird angenommen, dass 45% aller Demenzfälle vermeidbar oder verzögerbar wären, wenn in der Mitte des Lebens Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohes LDL-Cholesterin, Rauchen, Diabetes, physische Inaktivität, soziale Isolation und schlechte Ernährung behandelt werden würden.

Aus ayurvedischer Sicht können wir einer Demenz vorbeugen, indem wir vor allem in jüngeren Jahren auf eine gesunde Verdauung, eine konstitutionsgerechte Lebensweise und Ernährung, einen guter Schlaf sowie individuelles Stressmanagement achten. Die aktuelle Forschung besagt, dass vor allem geistige Tätigkeiten einen protektiven Effekt auf unser Gehirn haben.

Versuche daher spätestens ab Mitte 40 auf folgende Punkte zu achten:

  • Kultiviere ein Hobby, das Dich begeistert

  • Reinige dich von Altlasten (seelisch und körperlich)

  • Sorge für Regeneration nach Anstrengung

  • Bewege Dich täglich an der frischen Luft

  • Beginne mit Yoga und Meditation

  • Halte Maß in allem (Vermeide eine Zuviel & ein Zuwenig)

  • Pflege gute Freundschaften

  • Grenze Dich gut ab

Wir wissen aus der aktuellen Forschung, dass mangelnde Selbstsorge zu chronischen Erkrankungen führen kann. Eiweißablagerungen im Gehirn sind nicht nur auf „schlechte“ Gene zurückzuführen, sondern vor allem auf einen Lebensstil, der diese schlechten Gene anknipst.

Stoffwechselrückstände, die sich im Gehirn und anderen Organen ablagern können, werden im Ayurveda Ama genannt. Ama entsteht durch unzureichende Selbstreinigung der Zellen (Autophagie), die wiederum eng mit unserer Lebensweise und unserem Stoffwechsel (Agni) zusammenhängt. 

Quellen:

(1) Depressive Symptome in der Lebensmitte erhöhen Demenzrisiko, Deutsches Ärzteblatt 2026, https://www.aerzteblatt.de/news/depressive-symptome-in-der-lebensmitte-erhohen-demenzrisiko-80145052-400b-4177-b813-d742114d5393

(2) Specific midlife depressive symptoms and long-term dementia risk: a 23-year UK prospective cohort study, The Lancet Psychiatry, 2026, https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(25)00331-1/fulltext

(3) Dementia prevention, intervention, and care: 2024 report of the Lancet standing Commission, The Lancet 2024, https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(24)01296-0/abstract

 

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